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BG Dorsten besiegt Wolfenbüttel

Dorsten. Er hätte es dabei belassen, einen Gang runter schalten können. Doch Torsten Schierenbeck war nicht danach. Dem Hochadel ging es am Samstag an den Kragen, die BG Dorsten besiegte die Herzöge Wolfenbüttel locker mit 91:78. Dabei erlaubte sich der Trainer eine deftige Majestätsbeleidigung.

„Du bist eine alte Dreckschüppe“, rief Rolf Rommeswinkel. Der Schatzmeister gehörte zu den ersten, die dem Trainer gratulierten. Die beiden Männer standen sich Freude strahlend gegenüber, nahmen sich in den Arm und lachten herzlich. In einer anderen Ecke der Sporthalle schlichen sich die geschlagenen Herzöge Richtung Umkleidekabine davon. Die Art und Weise ihrer Niederlage hatte eine tiefe Enttäuschung in ihre Gesichter gemalt. Sie ließ sich auch unter den Duschen nicht abwaschen. Und das hatte Gründe.

Fünf Minuten vor dem Ende hatte das Spiel die ersten Opfer gefordert. Wolfenbüttels Trommler hatte die Hoffnung aufgegeben, sein Enthusiasmus könne irgendetwas am Spielausgang ändern. Er verließ mit Anhang die Sporthalle und machte sich auf den Heimweg in die 350 Kilometer entfernte Heimat. Wolfenbüttels Basketballer wären am liebsten gleich mitgefahren. Doch die BG Dorsten, die zu diesem Zeitpunkt komfortabel mit 77:60 führte, war noch nicht fertig mit ihnen.

Drei Minuten und elf Sekunden vor dem Ende nahm Schierenbeck den Mann des Tages aus dem Spiel. Blake Poole suchte unter stehenden Ovationen seinen Platz auf der Bank. Der US-Amerikaner hatte seinen Teil zum Erfolg längst beigetragen: 21 Punkte und 19 Rebounds. Eine halbe Minute später saß auch Nderim Pelaj neben ihm, Sekunden danach folgten John Cadmus und Max Schulze Pals. Die Anzeigentafel zeigte 83:62, doch auf den Spielstand achtete ohnehin niemand mehr.

Auf dem Spielfeld führte Terry Bryant den Holsterhausener Kindergarten spazieren. Janik Knittel (15), Leen Oberschachtsiek (16), Marco Dunzel (17) und Florian Heit, allesamt BG-Eigengewächse, brachten das Spiel unter tosendem Applaus der knapp 400 Zuschauer zu Ende. Eine Ohrfeige für den Gegner. Aber Schierenbeck relativierte das schnell: „Die Jungs brauchen Spielpraxis. Sie werden von mir immer ihre Chance bekommen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Das hatte nichts mit Wolfenbüttel zu tun.“

Wie wichtig Spielpraxis für einen jungen Mann sein kann, verdeutlichte am Samstag Max Schulze Pals. Dem 21-Jährigen kommt seit der Verletzung von Philipp Spettmann eine Schlüsselrolle zu. Und anstatt einzubrechen, blüht der junge Mann regelrecht auf. Der ordentlichen Leistung beim Spitzenreiter in Hannover folgte eine Vorstellung gegen Wolfenbüttel, die dem Publikum Respekt abrang und zu Szenenapplaus führte. Schulze Pals sammelte in 25 Spielminuten 13 Punkte und vier Rebounds. Sein Monsterblock im Schlussviertel gehörte zu den vielen Attraktionen eines unterhaltsamen Basketball-Abends.

Dorstens Sieg war verdient und effektvoll. Er war vor allen Dingen aber auch eins: enorm wichtig. Mit der Frage, was wohl im Falle einer Niederlage gewesen wäre, wollte sich Schierenbeck am Samstag nicht mehr beschäftigen. Doch der 46-Jährige stellte klar: „Dieser Sieg war enorm wichtig. Er bringt uns unserem Saisonziel ein gutes Stück näher.“ Sechs Spiele liegen noch vor dem Aufsteiger, denen Schierenbeck im Vertrauen auf die Stärke seines Kaders aber optimistisch entgegenblick: „Das Gute ist, dass wir auf keine andere Mannschaft schauen müssen. Wir haben es selbst in der Hand.“ Viel Zeit zum Kraft tanken haben die Dorstener nicht. Schon am Mittwoch geht es weiter.

 
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