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BG Dorsten – Riesen und andere Kleinigkeiten

Tom Lipke lieferte eine beeindruckende Leistung gegen Leipzig ab.

Holsterhausen. Für die BG Dorsten ist die Saison beendet. Der Aufsteiger unterlag den Uni-Riesen Leipzig am Samstagabend auch im zweiten Achtelfinalspiel knapp. Der Enttäuschung über die 67:74-Niederlage ließ Vereinschef Bruno Kemper schon Sekunden nach der Schlusssirene eine Kampfansage für die kommende Spielzeit folgen.

„Das musste ich loswerden, das kam von Herzen“, erklärte Bruno Kemper am Sonntag. Der Vorsitzende der BG Dorsten war nach Spielende direkt zum Kampfgericht geeilt, hatte sich das Mikro geschnappt und sich mit bewegter Stimme bei Team, Trainer und Helfern für eine Saison bedankt, die er als einzigartig empfunden habe. 46 Jahre lang ist Kemper Mitglied der BG Dorsten, seit über zehn Jahren ist er Vorsitzender. Der Sieg im Deutschen Pokal (2004), die Deutschen Vizemeisterschaften 2004, 2006 und 2007, Europapokal-Höhepunkte gegen Istanbul oder im russischen Orenburg. Für die Glanzlichter in der Vereinshistorie war bislang die Frauenabteilung zuständig. Doch: „Einen Zusammenhalt wie in dieser Saison habe ich noch nie erlebt. Was sich hier unter der Leitung von Torsten Schierenbeck innerhalb weniger Monate entwickelt hat, ist erstaunlich, das macht mich stolz“, sagte Kemper. Natürlich sei er enttäuscht, dass gerade diese Saison jetzt schon beendet sei, allerdings sei er davon überzeugt, dass eine neue, vielleicht noch erfolgreichere Saison folgen könne. „Wir sind Sechster geworden, sind im Play-off-Achtelfinale knapp gescheitert. In der neuen Saison greifen wir erneut an.“

Weniger gesprächig war nach Spielende das Team der BG Dorsten. „Was jetzt?“, fragte beispielsweise Nderim Pelaj. Der junge Dorstener, der in der nun beendeten Saison einen bemerkenswerten Leistungssprung hinlegte, konnte seine Enttäuschung ebenso wenig verbergen, wie Torsten Schierenbeck, der aber immerhin seinen Humor nicht verloren hatte. „In drei, vier Monaten habe ich mich wieder gefangen“, sagte der Trainer und trug ein gequältes Lächeln zur Schau. Tom Lipke versteckte sein Gesicht hinter beiden Händen, als müsse er sich für sein erstes Double-Double im Trikot der BG Dorsten entschuldigen. Seine 21 Punkte und zehn Rebounds vermochten das Blatt gegen starke Uni-Riesen aus Leipzig nicht zu wenden.

Eigentlich hatte an diesem Samstag alles gestimmt: Der Wille war da, die Leistung top, die Einstellung professionell. Nur: „Bei einer 38-prozentigen Wurfquote hilft alles nichts“, erklärte Schierenbeck. 91 Mal hatte sein Team auf den Korb geworfen und damit zwölf Mal häufiger als der Gegner. So waren es am Ende nicht die Riesen aus Leipzig, sondern vielmehr Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Den Sechs-Punkte-Rückstand nach dem ersten Viertel (14:20) hatte die BG schon zur Halbzeit auf drei reduziert (33:36). Dorstens längste Serie (11:0) zog sich vom dritten ins vierte Viertel und sorgte nach 32 Spielminuten für eine 56:55-Führung, die das Publikum von den Stühlen riss. Immerhin hatte die BG zwischenzeitlich elf Punkte in Rückstand gelegen. Doch auch die lautstarke Unterstützung von mehr als 650 Zuschauern half am Ende nicht. Die Anerkennung des Publikums für eine couragierte und beeindruckende Leistung linderte lediglich ein wenig den Schmerz über das „vorzeitige“ Saisonaus.

 
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