Ihr Standort: HomeNewsArchivHerren1-Saison 2011/2012„Dett lässt mich kalt“

„Dett lässt mich kalt“

Dorsten. Emotionen pur: Das ist wohl die einfachste Umschreibung der Befindlichkeit der Basketballfans aus Wulfen und aus Holsterhausen. Wie die beiden Trainer Thorsten Morzuch und Torsten Schierenbeck das Derby sehen, teilten sie WAZ-Mitarbeiter Jo Gernoth im Gespräch mit.

„Ganz ehrlich: Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere. Das wird auch in der Mannschaft so gesehen. Am Ende gibt es zwei Punkte und die wollen wir natürlich mit nach Wulfen nehmen. Aber das wollen wir immer“, sagt Thorsten Morzuch abgeklärt. Seine Mannschaft weiß nach Bekunden des Trainers, dass in der Liga jedes Spielschwer ist und man um seine Chancen kämpfen muss. „Wir haben uns gegen Alba Berlin das Leben selbst schwer gemacht. Trotz Sieg. Das muss abstellen“, sagt Morzuch streng analytisch.

„Ick kann dett nich nachvollziehen. Wenn wir in Berlin um jedes Derby so eine Show machen würden, dann kämen wir nicht zum Sport. Mich lässt dett kalt. Es ist ein Spiel wie jedes andere“, sagt der BG-Trainer Torsten Schierenbeck in der trockenen Art des Berliners. Dabei ist Schierenbeck entwaffnend ehrlich. „Ick hab dett mit den Hubschrauberflügen und dett mit den Bobbycars gehört. Ick muss dett nich verstehen. Die können mit einem goldenen Rolls Royce kommen. Wichtig ist in der Halle und da erwarte ich sauberen Sport und faire Fans. Mir geht es um Basketball. Nicht um Stadtteilrivalitäten. Wie bereits gesagt: Als Berliner kommst du da nicht nach und deshalb ist es mir egal“, sagt Schierenbeck unmissverständlich.

„Klar sind die Wulfener Fans ein Grund, warum man in Wulfen ist. Ich kenne mich in Schwelm und auch in Herten aus. Die Wulfener sind wirklich einmalig. Ich habe schallend gelacht, als ich von der Nummer mit den Bobbycars gehört habe. Das ist doch total verrückt und macht nur gute Laune. Es ist für mich ein Spiel wie jedes andere auch, aber ich freue mich für unsere Fans, die so einen kreativen Fan-Kult auf die Beine stellen“, sagt Thorsten Morzuch, den besonders schwer beeindruckte, dass die Fans nach der Niederlage gegen die Rastas aus Vechta regelrecht tröstend gewirkt haben.

„Wir analysieren unsere Niederlagen innerhalb der Mannschaft. Da ist alles klar und darauf, dass wir so etwas wie Frust hätten oder die Mannschaft nach der Pleite in Wedel verunsichert ist, sollte niemand setzen. Das zählt für mich. Wir haben ja noch Dorstener Jungs in der Mannschaft. Mag sein, dass bei denen noch so etwas wie Derbystimmung aufkommt. Ich weiß es nicht. Wenn die Halle voll ist, dann tut das den Vereinen gut und dem Dorstener Basketball erst recht“, sagt Schierenbeck mit Berliner Schnauze und Herz.

Trotz aller cooler Bekenntnisse stellt sich die Frage, ob es nicht doch etwas kribbelt, oder sich ein bestimmtes Gefühl in den unteren Körperregionen einstellt, wenn an Samstag, 19.30 Uhr gedacht wird. „Bei mir war Kribbeln und zwär mächtiges Kribbeln vor dem ersten Ligaspiel angesagt. Jetzt muss man als Trainer nüchtern an die Sache rangehen. Warten wir den Samstag ab“, sagt Morzuch. „Also derzeit spüre da nichts in dieser Richtung. Mag sein, dass da was abgeht, wenn die Bude richtig voll ist. Aber ich bin immer mit 150 Prozent Trainer und da gehen mir eine Menge anderer Sachen durch den Kopf als Fangesänge“, sagt Schierenbeck. Coole Trainer, motivierte Teams und kreative Fans: Wenn jetzt auf den Rängen und auf dem Spielfeld Fairness herrscht, wird dieses Derby ein echtes Sportfest.

 
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