Ihr Standort: HomeNewsArchivHerren1-Saison 2011/2012Rot ist das neue Orange

Rot ist das neue Orange

Holsterhausen. 16 Mal wechselte die Führung hin und her und am Ende jubelte Rot-Weiß: Der BSV Wulfen hat das Derby bei der BG Dorsten gewonnen. Verdient, wenn auch um zwölf Punkte zu hoch.

Vier Minuten und fünf Sekunden standen noch auf der Uhr. Die Halle stand Kopf und Terry Bryant ballte die Faust. Der Dreier des US-Amerikaners bedeutete die 62:61-Führung. Der Aufsteiger war sicher, dieses Derby gewinnen zu können. Doch daraus wurde nichts. Bis zur Schluss-Sirene gelang im Hexenkessel der Juliushalle nichts mehr. Kein einziger Punkt. Die BG kam nicht einmal in die Nähe des Korbes und sieben vergebene Würfe aus der Distanz machten das Drama perfekt. Wulfen holte zum Knock-Out aus, legte eine 14:0-Serie hin und feierte ausgelassen.

Es war das kuriose Ende eines Spiels, das zu Beginn einen gänzlich anderen Verlauf versprach. Die BG Dorsten hatte nach ausgeglichenen Anfangsminuten das Tempo angezogen, war bis auf elf Punkte davon gezogen. Mit 25:14 führten die Holsterhausener. Dass der BSV Wulfen eine erfolgreiche Aufholjagd starten konnte, lag an dem Zeichen, das Steve Briggs Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels setzte. Sein Dreier brachte die Wulfener auf 17:25 heran. Eine Initialzündung, der acht Wulfener Punkte in Serie folgten – 25:25 (13.). In einer nun verbissen geführten Partie, dominiert durch die Abwehrarbeit auf beiden Seiten, konnte sich keine Mannschaft Vorteile erkämpfen. Acht Mal wechselte die Führung allein bis zur Halbzeitpause (39:39). Die Probleme der BG Dorsten zeichneten sich aber immer deutlicher ab.

Trainer Torsten Schierenbeck hatte kaum Möglichkeiten, mit Wechseln Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen. Small Forward Max Schulze Pals fehlte komplett, Deon McDuffie ging schwer gehandicapt mit einer Knieverletzung ins Spiel und Philipp Spettmann konnte nach seiner Verletzung im zweiten Viertel nur noch drei weitere Minuten spielen. „Das konnten wir heute einfach nicht kompensieren. Die Mannschaft hat zwar großartig gekämpft, aber am Ende fehlte die Kraft“, kommentierte Schierenbeck später.

Im dritten Viertel waren die fortschreitenden Verschleißerscheinungen bei der BG nicht zu übersehen. Gegen bärenstark verteidigende Wulfener kamen die Dorstener nur zu neun Punkten. Die 500 BG-Anhänger unter den 1000 Zuschauern honorierten den unbändigen Willen ihrer Mannschaft zwar mit lautstarken Anfeuerungsrufen, doch über den Kampf war das Spiel nicht zu gewinnen. Denn am Ende fehlte die Präzision, die Genauigkeit in allen Aktionen. Am Ende wies die Statistik eine desolate Dreierquote von sieben Prozent aus (27 Versuche, zwei Treffer). Der BSV Wulfen konnte dagegen mit seinen Kräften haushalten und holte erst dann zum Schlag aus, als er sich sicher sein konnte, dass sich die BG sich davon nicht wieder erholen würde. Und das war drei Minuten vor dem Ende.

Die BG war letztmalig in Führung gegangen (62:61). Bezeichnenderweise durch einen Dreier. Steve Briggs, einmal mehr stärkster Wulfener, benötigte dann nur wenige Sekunden, um mit acht Punkten und drei Rebounds die Vorentscheidung herbei zu führen.

„Wir waren gut vorbereitet. Das war vielleicht schon der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Thorsten Morzuch. Wulfens Trainer sah auch in der gut funktionierenden Zonenverteidigung einen Grund für den Erfolg und stellte zufrieden fest, dass seine Mannschaft über eine breite Qualität verfügt. „Wenn wir weiter so konzentriert bleiben, dann ist noch viel Luft nach oben. Der Start in die Saison ist für uns jetzt optimal verlaufen“, so Morzuch.


 
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