Ihr Standort: HomeNewsArchivHerren1-Saison 2011/2012Die BG Dorsten düpiert den Spitzenreiter

Die BG Dorsten düpiert den Spitzenreiter

Holsterhausen. 400 Zuschauer waren regelrecht aus dem Häuschen. Sie hatten mit vielem gerechnet. Nicht aber damit, dass der Aufsteiger den ungeschlagenen Tabellenführer besiegen würde. Die BG Dorsten setzte am Samstag ein dickes Ausrufezeichen. Der 90:83-Erfolg verstört die Konkurrenz und lässt die Fans von Höhenflügen träumen.

BG Dorsten – Hannover Tigers 90:83

Torsten Schierenbeck gibt sich große Mühe, Spielergebnisse mit großer Nüchternheit zu kommentieren. So war es nach der Derbyniederlage gegen den BSV Wulfen, so war es auch am Samstag nach dem Sieg gegen die Hannover Tigers. Doch aus den Augen des Dorstener Trainers sprach etwas ganz anderes. Da war kein Platz für staubtrockene Analysen. Der 46-Jährige war stolz. Nicht so sehr auf die eigene Leistung, vielmehr auf seine Mannschaft, der er in kurzen Worten eine fantastische Leistung attestierte. Und Schierenbeck mag oberflächlich Recht haben, wenn er feststellt, dass auch der Sieg gegen den Tabellenführer nur zwei Punkte bringt. Bruno Kempers Erfahrungswerte werden den Sieg etwas anders einordnen. Der Vorsitzende des Clubs weiß um die Strahlkraft von außergewöhnlichen Leistungen. Sie wurden schon damals belohnt, als sich die Frauen des Clubs zum Aushängeschild des deutschen Basketballs aufschwangen.

Die ansteigenden Zuschauerzahlen sind erste Indizien für die spürbare Aufbruchstimmung. Die BG tat am Samstag alles dafür, die Euphorie noch weiter anzuheizen. Die Tigers aus Hannover verließen am Ende wie geprügelte Stubenkater die Halle. Sie hatten die Möglichkeiten des Aufsteigers schlicht unterschätzt.

Dabei hatten die Dorstener ihrem Gast schon im ersten Viertel klar gemacht, dass es keine Geschenke geben würde. Auffälligster Spieler im orangenen Dress war zunächst Terry Bryant. Der Publikumsliebling holte elf seiner insgesamt 25 Punkte bereits in den ersten zehn Minuten. Ihn an die Leine zu nehmen, brachte Hannover am Ende nicht viel ein. „So ein Spiel gewinnst Du nicht mit Einzelleistungen, dazu brauchst Du eine Mannschaft“, erklärte Schierenbeck nach Spielende. Der Sololauf von Bryant wirkte wie eine Blendgranate. Der US-Amerikaner zog die Aufmerksamkeit auf sich, seine Mitspieler bekamen Zeit, fast ungestört Betriebstemperatur zu entwickeln.

So gelang es Hannover dann zwar auch, Bryant in Schach zu halten, in den Griff bekamen sie den Aufsteiger damit aber nicht. Bryant traf bis zur Halbzeit nur noch ein Mal, dafür mit Blake Poole (6), Deon McDuffie (6), Nderim Pelaj (6), Philipp Spettmann (4) sowie John Cadmus (4) fast alle anderen Dorstener mehrfach. Die BG führte vor dem Seitenwechsel folgerichtig mit 48:42. Verhaltener Optimismus dominierte die Stimmung der Fans in der 15-minütigen Pause.

In den Katakomben der Juliushalle schwor Schierenbeck seine Mannschaft dagegen schon auf den bevorstehenden Überraschungssieg ein. „Ich war nicht der einzige, der wusste, dass wir gewinnen können“, sagte der Trainer später. Den Worten des Trainers ließen die Spieler Taten folgen. Keinem Zuschauer blieb verborgen, wie sehr Hannover darum kämpfte, das Spiel in den Griff zu bekommen. Doch die BG spielte wie aus einem Guss, baute den Vorsprung nun auf 13 Punkte aus. Vor allem Dank des vielleicht „kleinsten“ Centers der 2. Bundesliga. Blake Poole (195 cm) wuchs erneut über sich hinaus. Der US-Amerikaner lieferte in seinem sechsten Spiel das fünfte Double-Double ab. Im dritten Viertel fischte er sich gleich sieben Rebounds, im Schlussviertel, das Dorsten mit einer 70:61-Führung begann dann noch einmal sieben.

Wichtige Ballgewinne, denn die Tiger aus Hannover warfen nun den Turbo an, verkürzten den Rückstand und gingen in der 35. Minute erstmals wieder in Führung. Als der Spitzenreiter dann noch drei verwandelte Freiwürfe zum 77:73 folgen ließ, bahnte sich eine späte Wende an. Doch die BG antwortete mit einer 11:2-Serie und ließ sich auch nicht davon beeindrucken, als Hannover 39 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 83:84 heran kam. Blake Poole entschied die Partie sechs Sekunden vor dem Ende mit zwei verwandelten Freiwürfen.

 
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