Ihr Standort: HomeNewsArchivHerren1-Saison 2011/2012Wo BG Dorsten draufsteht, ist auch BG Dorsten drin

Wo BG Dorsten draufsteht, ist auch BG Dorsten drin

Gerrit Budde beißt sich durch.

Holsterhausen. Was die eigene Jugend angeht, ist die BG Dorsten schlimmer als die launischste Hollywood-Diva. Der Verein prahlt regelrecht mit seiner faltenfreien Frische und erobert mit jugendlichem Elan die 2. Bundesliga ProB. Die Eigengewächse sorgen für die Identifikation, zuletzt aber auch immer häufiger für entscheidende Punkte.

Vladimir Pastuschenko schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Der Trainer von Eintracht Stahnsdorf hatte sich und sein Team auf viele Eventualitäten vorbereitet. Doch damit hatte der 39-Jährige nicht gerechnet. Ausgerechnet der kleinste Spieler auf dem Feld, ein Dorstener Eigengewächs, machte dem selbsternannten Aufstiegsanwärter das Leben zur Hölle. Nderim Pelaj warf. Und er traf nach Belieben. Sechs Dreier allein in den ersten 20 Spielminuten, kein einziger Wurf daneben. Nach der Schluss-Sirene, als sich die Spieler der BG Dorsten jubelnd in die Arme fielen, hatte der junge Mann 27 Punkte auf dem Konto. Topscorer und Matchwinner war ein 23-Jähriger, der bereits seit 13 Jahren das Trikot der BG Dorsten trägt.

Vier Tage später kommt der souveräne und ungeschlagene Tabellenführer in die Holsterhausener Juliushalle. Auch er holt sich eine Ohrfeige ab. Die Hannover Tigers verlieren völlig überraschend. Mit Nderim Pelaj und Philipp Spettmann treffen zwei BG-Talente zweistellig. Dass die Halle Kopf steht, verwundert selbst die beiden Dorstener. „So habe ich unsere Fans noch nie erlebt. Das war einmalig“, schildert Pelaj seine Eindrücke. „Das wird von Spiel zu Spiel intensiver“, ergänzt Spettmann.

Die Dorstener im Team geben der Mannschaft ein sympathisches und authentisches Gesicht, sie sorgen dafür, dass sich die lichten Stellen auf den Tribünen der Juliushalle zunehmend füllen. Denn sie sind die Identifikationsfiguren. „Wir spüren sehr genau, dass sich etwas bewegt. Das Publikum fühlt mit uns“, so Pelaj weiter.

Identifikation dank eigener Talente: Ein wichtiges Pfund, mit dem die BG Dorsten auch weiter wuchern möchte. Die Jugendarbeit wird unter der Regie von Alois Buschmann zunehmend intensiviert. Mittelfristig will der Club eine Mannschaft in der Jugend-Bundesliga auflaufen lassen. „Unsere U12 ist voll von Talenten. Wir wollen dieses Team langsam an diese Aufgabe heranführen“, sagt Buschmann, der keine Gelegenheit auslässt, Jungs und Mädchen für den Basketball-Sport bei der BG Dorsten zu begeistern.

Wie sehr die Jugendteams mit der Profi-Mannschaft verknüpft und in Wechselwirkungen verstrickt sind, zeigt das Beispiel von Philipp Spettmann. Der 20-Jährige verließ die BG Dorsten im Jahr 2010 nach seiner letzten Jugendsaison, um beim ETB Essen sein Glück in der 2. Bundesliga ProA zu versuchen. Mit ihrem Regionalliga-Team konnte die BG Dorsten dem jungen Schermbecker nach neun Jahren Basketball-Ausbildung damals keine attraktiven Perspektiven bieten. Das ist nun anders.

Spettmann sagt rückblickend: „Das war die richtige Entscheidung. Ich habe in einem deutlich professionelleren Umfeld große Schritte nach vorn gemacht und wichtige Erfahrungen gesammelt. Das Jahr möchte ich nicht missen.“ Wie sehr die 2. Liga in der Lage ist, junge Talente zu fördern und zu fordern, zeigt ein weiterer Dorstener im Team der BG. Denn die Leistungskurve von Gerrit Budde zeigt steil nach oben. Der 22-jährige Power Forward stand in den sechs bisherigen Saisonspielen 109 Minuten auf dem Spielfeld (18 Minuten pro Spiel), verzeichnet in seiner Rookie-Saison mit 3,5 Rebounds und 5,3 Punkten pro Spiel schon beachtliche Marken. Keinem anderen Mitspieler gelangen so viele Blocks (6), keinem anderen unterliefen so wenige Ballverluste (0,5 pro Spiel). Ein weiterer teaminterner Bestwert ist Buddes Wurfquote aus der Nahdistanz (73 Prozent). „Ich habe keine Angst, Fehler zu machen, weil ich von allen Seiten das Vertrauen spüre“, sagt Budde.

Und im Schatten von Budde, Pelaj und Spettmann reift bereits die nächste Garde an Eigengewächsen heran. Leen Oberschachtsiek (16 Jahre) und Marco Dunzel (17) schnuppern erste Zweitliga-Luft auf der Ersatzbank und in den Trainingseinheiten. Mit Florian Heit drängt sich ein weiterer Spieler schon jetzt für Einsätze auf.


 
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