Ihr Standort: HomeNewsArchivHerren1-Saison 2011/2012BG Dorsten siegt in Wolfenbüttel

BG Dorsten siegt in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Herzöge Wolfenbüttel - BG Dorsten 78:87

Eine grandiose erste Halbzeit und 21 Punkte Vorsprung waren plötzlich nichts mehr wert. Die BG Dorsten musste am Samstag bei den Herzögen Wolfenbüttel bis an die Grenze ihres Leistungsvermögens gehen. Am Ende gab es den fünften Saisonsieg und viele wichtige Erkenntnisse.

4 Minuten und 10 Sekunden waren im dritten Viertel noch zu spielen. Wolfenbüttels Michael Hart stand an der Freiwurflinie. Der erste Wurf des US-Amerikaners traf nicht sofort. Der Ball hüpfte hin und her, dann drehte er wilde Kreise auf dem Ring, fiel fast daneben, um dann nach einer gefühlten Ewigkeit doch noch den Punkt zum 34:52 zu bringen. Ein kurioser Wurf. Größere Bedeutung wurde ihm nicht beigemessen. Doch dieser Punkterfolg war der Beginn einer Schlussphase, die rund 450 Zuschauer nicht mehr für möglich gehalten hätten. Dieser Wurf verdeutlichte wie eigenwillig und unberechenbar Basketball sein kann.

Die BG Dorsten hatte das Spiel bis dahin fast nach Belieben dominiert, hatte den Gegner regelrecht an die Wand gespielt. Zeitweise nahmen die Ausmaße dieser Vorstellung skurrile Züge an. Etwa in der ersten Halbzeit, als Wolfenbüttel zwei Mal schlicht nicht in der Lage war, den Ball innerhalb von acht Sekunden in die gegnerische Hälfte zu tragen. Dorsten drückte, kämpfte, kombinierte. Aggressivität und Spielwitz versetzten die Gegenseite regelrecht in eine Schockstarre.

Doch der BG Dorsten glitt das Spiel aus den Händen. Verantwortlich dafür war sicher nicht der kuriose Freiwurf von Michael Hart. Der hatte zwar die Grabesstille in der Lindenhalle beendet und für neue Aufmerksamkeit gesorgt, doch für die Wende waren viel eher Dorstener Konzentrationsfehler verantwortlich. Die schlichen sich im Gefühl des sicheren Sieges zunehmend ein.

Eine unglückliche Figur machte dabei vor allem Deon McDuffie. Als der 18-Jährige im dritten Viertel eingewechselt wurde, führte die BG mit 54:38. Wolfenbüttel legte in nur zwei Minuten eine 10:0-Serie hin. Die Halle stand Kopf. Die Hoffnung der Herzöge und das Publikum waren wieder zum Leben erwacht. McDuffie verlor in diesen zwei Minuten gleich vier Mal den Ball, kassierte ein Unsportliches Foul und versuchte Würfe aus unmöglichen Distanzen. Auf der Gegenseite stopfte Michael Hart unter tosendem Applaus einen Dunking zum 48:54 in die Reuse. Zum Ende des dritten Viertels war Dorstens Vorsprung auf vier Punkte geschmolzen (54:50). „In meiner Mannschaft darf jeder Spieler mal einen schlechten Tag haben. Deon hat mein vollstes Vertrauen. Der Junge hat enormes Entwicklungspotenzial“, relativierte Schierenbeck später.

Der Trainer musste sich für das Schlussviertel etwas einfallen lassen. Doch frisch ins Rollen gekommene Herzöge wollten sich so leicht nicht bremsen lassen. Sie setzten Dorsten nun mit einer konsequenten Zonenverteidigung zu, erzielten nach 33 Minuten den Ausgleich und gingen durch einen Dreier von Stephen Schubert sogar mit 59:57 in Führung. Dorstens Grundordnung war völlig auf den Kopf gestellt.

Was die BG jetzt brauchte, war ein Anführer. Ein Spieler, der die Verantwortung in die Hand nimmt, der einer ausufernden Unsicherheit seiner Mitspieler Einhalt gebietet. Und dieser Anführer war am Samstag Nderim Pelaj. Zwei wohldosierte Dreier zum 62:61 und zum 74:69 sowie der vielleicht wichtigste Ballgewinn elf Sekunden vor dem Ende brachten die Holsterhausener zum zweiten Mal auf die Siegerstraße. „Unglaublich, wie viel Kraft er bis zur letzten Spielminute frei setzt“, kommentierte Schierenbeck.

Den Neun-Punkte-Vorsprung verdankten die Dorstener am Ende aber nicht allein Pelaj, sondern auch dem vielleicht besten Spieler des Gastgebers. Henje Knopke ließ sich in der Schluss-Sekunde nach einem Foul an John Cadmus auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter ein. Zwei Technische und sechs Freiwürfe für Dorsten waren das Resultat. Cadmus verwandelte alle.

 
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