Ihr Standort: HomeNewsArchivHerren1-Saison 2011/2012BG Dorsten: Schöne Bescherung

BG Dorsten: Schöne Bescherung

Bernau. Ein vorweihnachtliches Geschenk für die Bedürftigen, aber keine Geste der Nächstenliebe: Die BG Dorsten sorgte am Samstag unfreiwillig für die Überraschung des 15. Spieltags. Die Holsterhausener bescherten dem abgeschlagenen Tabellenletzten SSV Lok Bernau den ersten Saisonsieg. Die BG unterlag mit 90:97 (48:55).

Das Logbuch des Aufsteigers ist um einen bemerkenswerten Eintrag reicher. Dort findet sich neben dem Sieg gegen den Tabellenführer Hannover jetzt auch eine Niederlage gegen den Tabellenletzten, der zuvor 14 Spiele in Folge verloren hatte. Gegensätze, die das Dilemma des Liganeulings aufzeigen. Auf der einen Seite Euphorie, spielerische Klasse, Unbekümmertheit. Auf der anderen Seite aber auch fehlende Erfahrung, jugendlicher Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Torsten Schierenbeck bereitet das noch keine Kopfschmerzen. Der Trainer kennt die Spielregeln. „Da müssen die Jungs jetzt durch“, sagte der 46-Jährige am Samstag.

Immerhin scheint es seinen Spielern nicht an Einsicht zu fehlen. „Das war reine Einstellungssache. Wir haben dicke Fehler gemacht. Am meisten aber bin ich von mir selbst enttäuscht“, kommentierte beispielsweise Tom Lipke selbstkritisch die Niederlage. Der 25-Jährige hatte in den Spielen zuvor noch blitzsaubere Leistungen abgeliefert, enttäuschte in Bernau aber wie die meisten seiner Mitspieler. Der Spieler, dem die Niederlage wohl am meisten weh tat, war Nderim Pelaj. 31 Punkte hatte das Eigengewächs der BG Dorsten erzielt, eine fantastische Vorstellung abgeliefert. Er hätte sich verdientermaßen als Matchwinner feiern lassen können. Doch anstatt individueller Klasse gab am Ende das Kollektiv den Ausschlag. Und das war auf Bernauer Seite entschlossener. „Freuen konnte ich mich natürlich nicht“, sagte Pelaj, „aber wir gewinnen und verlieren als Mannschaft. Wir haben in der ersten Halbzeit 55 Punkte zugelassen, konnten in der Verteidigung nicht überzeugen. Wir haben aber auch wieder dazu gelernt und wir werden eine Reaktion zeigen.“

Diese Einstellung ist auch der Grund dafür, dass bei der BG Dorsten nach drei Niederlagen in Folge noch niemand von einer sportlichen Krise spricht. „Die Mannschaft ist in der Entwicklung, da wird es immer wieder positive und negative Ausschläge geben. Aber die Richtung stimmt, wir sind auf dem richtigen Weg.“, so Schierenbeck.

Dass die Partie in Bernau nicht zu einem Spaziergang werden würde, zeichnete sich bereits früh ab. Der Gastgeber drückte vor 300 Zuschauern mächtig aufs Tempo, lieferte sich mit der BG einen offenen Schlagabtausch. 28:28 stand es nach zehn Minuten. Die BG hatte nicht einmal den Versuch unternommen, das Tempo zu verschleppen, oder die Defensive zu stärken. Bis zur Halbzeit mussten die Dorstener dann ein erstes sportliches Tal durchwandern. Bernau setzte sich zwischenzeitlich bis auf 13 Punkte ab. Erst in den letzten Sekunden vor dem Seitenwechsel verkürzten die Dorstener den Rückstand auf sieben Zähler (48:55).

In der zweiten Halbzeit sah es dann so aus, als könnte Dorsten das Blatt noch einmal wenden. Tom Lipke sorgte nach 26 Minuten mit einem Freiwurf für den Ausgleich (64:64), Philipp Spettmann wenig später sogar für die Führung. Die Hoffnungen auf den Sieg schwanden dann in den ersten Minuten des Schlussviertels. Während Bernau drei Dreier in Serie verwandelte, häuften sich auf Dorstener Seite die Fehler. Fünf Minuten vor dem Ende lag die BG 15 Punkte zurück. Ein 14:2-Schluss-Spurt bis zum 90:93 (40.) ließ Bernau noch einmal kurz zittern, mehr aber auch nicht.

 
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