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BG Dorsten siegt und trauert um Paul Gudella

Holsterhausen. Auf einem Stuhl liegt eine weiße Roße. In der Juliushalle ist es still. Ein Verein denkt an einen verstorbenen Fan. Paul Gudella hatte von der Gründung des Vereins an über vier Jahrzehnte hinweg die Spiele der Holsterhausener Basketballer verfolgt. Es war das erste Mal, das er fehlte. Das Spiel gegen die Bayer Giants Leverkusen (99:81), es hätte ihm Freude gemacht.

„Das ist Pauls Stuhl. Und das ist Pauls Platz“, sagte Bruno Kemper. Der Vorsitzende des Vereins hatte bestimmt, dass Pauls Stuhl zu jedem Heimspiel an die gewohnte Stelle gerückt wird. Paul Gudella war in der Vorwoche im Alter von 87 Jahren gestorben. Er behält seinen Stammplatz und ist damit weiterhin irgendwie dabei. Der Schweigeminute ließen Holsterhausens Basketballer am Samstag ein sportliches Statement folgen.

Denn dort rieb sich das Publikum nach zehn Minuten verwundert die Augen. Die BG lag angetrieben von Chris Jones mit 32:14 in Führung. Dem einstigen Aushängeschild des deutschen Basketballs drohte ein Debakel. Leverkusen fand zu dieser Phase kein Mittel gegen das druckvolle und temporeiche Spiel der Dorstener.

In den ersten fünf Minuten des zweiten Viertels ging es munter weiter. Während Leverkusen keinen einzigen Punkt holte, schraubte Dorsten den Vorsprung bis auf 29 Punkte (43:14) aus. Erst kurz vor der Halbzeit ging die BG Dorsten vom Gaspedal. Torsten Schierenbeck wechselte munter durch, Leverkusen durfte durchatmen und konnte den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 34:54 verkürzen. Der BG Dorsten reichten schon diese 20 Minuten, um ihren Zuschauern einen Vorgeschmack auf die am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Braunschweig beginnende Saison zu geben. Das Holsterhausener Spiel ist deutlich schneller geworden. Das Umschalten nach Ballgewinnen klappte vor allem in der ersten Halbzeit gut. Anteil daran hatte auch US-Center Rickie Crews, der in 30 Minuten Spielzeit auf 17 Punkte und sechs Rebounds kam.

Den Glanz der ersten Halbzeit konnte Dorsten nach dem Seitenwechsel nicht mehr versprühen. Schierenbeck, der auf Nderim Pelaj und John Cadmus verzichten musste, ließ allen Akteuren ausreichend Spielzeit. Dass Christian Marquardt, Florian Heit, Jannick Knittel und Philipp Spettmann zuvor schon in der Dorstener Landesliga-Reserve am Ball waren, machte die zunehmenden Konzentrationsfehler plausibel.

Dennoch verlor Dorsten nicht den Roten Faden. Nur dreistellig sollte er nicht mehr werden, weil die BG trotz bester Möglichkeiten in den letzten drei Minuten ohne Punktgewinn blieb. Neben den US-Amerikanern überzeugte in den Dorstener Reihen auch Nino Janoschek und Jannick Knittel. Dorstens Youngster kam 23 Minuten lang zum Einsatz und erzielte elf Punkte. Dorsten: Hagner (8), Jones (24/11 Assists), Knittel (11), Crews (17), Budde (6), Janoschek (20), Marquardt (10), Spettmann (3), Heit.

 
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