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Hungrig auf die neue Spielzeit

Bil Paterno, Thorsten Schierenbeck, Dirk Altenbeck und Volker Cornelisen (v.l.) besuchten die Currystation 52 an der Bochumer Straße.  Foto: Franz Meinert

Dorsten. Treffpunkt Pommesbude. Einer mit Stil: Drive-In-„Currystation 52“. Die Soßen zur frisch gebrutzelten Wurst gibt’s vom Dorstener Sternekoch Björn Freitag. Alle Zutaten sind frei von Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern. Die vier Männer, die an diesem Samstagmittag da sind, sind zum ersten Mal da. Sie werden in dieser Konstellation so wohl nie wieder an der Bochumer Straße 52 in Dorsten auftauchen.

Dirk Altenbeck hat gerade den „neuen“ Amerikaner vom Flughafen abgeholt und kommt in kurzer Hose und mit dem Bully der Hertener Löwen. Torsten Schierenbeck hat am Abend noch ein letztes Testspiel mit der BG Dorsten und überlegt, wie er die Zeit bis dahin nach diesem Termin noch überbrücken kann. Er wird sich eine Kneipe suchen, die die Spiele der Fußball-Bundesliga zeigt. Bill Paterno musste aus Recklinghausen gebracht werden. Er hat kein Auto. Volker Cornelisen ist der letzte, aber auch noch pünktlich.

Am Mittwoch beginnt die 2. Basketball-Bundesliga ProB. Vier Tage vorher hat die WAZ nicht nur zur besonderen Currywurst/Pommes/Majo geladen.

Heimo Förster fehlt. Der Trainer des BSV Wulfen hat andere Verpflichtungen. Dafür ist der Sportliche Leiter Cornelisen da. Altenbeck ist seit dieser Saison Trainer der Hertener Löwen. Schierenbeck geht bei der BG Dorsten in sein zweites Trainerjahr. Paterno hat Aufsteiger Citybasket Recklinghausen als Trainer übernommen. Es ist das Treffen der führenden Köpfe der vier Zweitligateams aus dem Kreis. Recklinghausen, Herten, Wulfen, Dorsten. Ein Drittel der 2. Bundesliga ProB Staffel Nord kommt von hier.

Die Männer kennen sich, haben zumindest alle schon von einander gehört. Paterno zum Beispiel war vor inzwischen mehr als 20 Jahren Cornelisens Nachfolger als Trainer beim TuS Herten. Später wird Paterno sagen: „Ich glaube, ich habe auch ihm vor dieser Saison eine Bewerbungsmail geschickt.“

Basketball ist das Thema. Aber erst, nachdem das Thema Currywurst gegessen ist. „Schmeckt gut“, sagt Schierenbeck dazu. „Aber besser bleibt die in Berlin.“ Er ist Hauptstädter. Man hört es. Paterno, der Mann aus den USA, Vater Italiener, Mutter Irin, verzichtet auf die Currysoße, nimmt lieber Senf aber später für seine Frau eine „Schale“ mit. Altenbeck fängt an zu essen, muss dann warten, damit seine Schale auf dem Bild nicht ganz leer ist. Cornelisen will weder Wurst noch Pommes. Er möchte lieber nur einen Kaffee. Den aber gibt es hier nicht. „Dann ein Wasser“, sagt der Mann, dessen Mannschaft als einzige in der Vorbereitung von größeren Verletzungen oder Problemen verschont geblieben ist. Nur für das Bild tut er, als würde er essen.

Locker geht es zu, entspannt. Da stehen vier Männer zusammen, für die Basketball der beste, schönste, größte Sport ist, die für ihn leben, viel Zeit investieren und die wissen, dass die kommende Saison im besten Fall „sehr unterhaltsam“ wird. Schierenbeck fragt Altenbeck, ob er gerade den letzten „Ami“ abgeholt hat. „Und, ist er so groß, wie er angeben hat?“ Altenbeck schmunzelt, kaut zu Ende und sagt: „Die schrumpfen immer alle im Flieger. Aber bei Center Will Taylor stimmen die Angaben.“ Schierenbeck erzählt von seinem „ersten“ Amerikaner. „Das war in Magdeburg. Er sollte zwei Meter acht groß sein, 128 Kilogramm. Die 128 Kilogramm haben gestimmt. Aber er war leider nur 1 Meter 99 groß.“ Gelächter. „Heute passiert das nicht mehr so oft“, sagt Cornelisen. „Man bekommt viel mehr Daten als früher. Heute ist es weniger ein Glücksspiel.“ Hauptsache, alle bleiben gesund. Alle sind froh, dass es bald losgeht. Die Vorbereitung hat bei allen außer Wulfen viele Verletzungen und kurzfristige Veränderungen auf den Ausländerpositionen gebracht. Das ist abgehakt.

Alle haben ihre Teams gefunden, fast alle Akteure sind einsatzfähig. Die Trainer können ohne größeren Druck in die Spielzeit 2012/13 gehen. Den Aufstieg erwartet keiner von ihnen. Das schlimmste wäre die Teilnahme an der Abstiegsrunde. Die Playoffs sind das Ziel. Für alle vier. Mehr geht eben auch nicht. Auf dem Weg dahin will Altenbeck „viel Spaß mit den Jungs“ haben. „Wir wollen eine gute Saison spielen.“ Das ist das mindeste, was sie von ihm in Herten erwarten. Die Meisterschaft ist – immer – möglich, der Aufstieg aufgrund der Vorgaben der Liga utopisch. „Aufsteigen werden in dieser Saison wohl Hanau und Sandersdorf“, sagt Altenbeck. „Da ist zumindest das nötige Geld vorhanden.“

Schierenbeck ist der einzige, der ernsthaft über die ProA nachdenken kann. „In zwei, drei Jahren kann das für uns machbar sein.“ Gerne hätte er in dieser Saison „deutsch“ gespielt, hätte auf US-Amerikaner verzichtet. „Wenn ich Hackenesch bekommen hätte, hätte ich das gemacht.“ Christoph Hackenesch aber entschied sich für ein weiteres Jahr in Herten. So geht auch Schierenbeck mit zwei Spielern aus den Staaten in die Saison.

Etwas erstaunlich wird es, als es um die ersten Gegner geht. Alle vier kennen ihren ersten Gegner, na klar. Die Gegner der anderen kennen sie nicht. Immerhin bekommt Paterno noch den Hinweis auf eine Homepage, auf der er Videos des ersten Citybasket Gegners Sandersdorf finden kann. Nachbarschaftshilfe.

So entspannt wie an diesem Samstagmittag Ende September an der Pommesbude in Dorsten, wird es bei den Derbys in der Saison nicht zugehen. Zwölf Vergleiche zwischen Nachbarn werden es sein. Das erste findet bereits am Samstag in Wulfen statt. Herten kommt. Dann geht es um die Wurst.

 
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