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BSV Wulfen macht es Dorsten im Derby leicht

WULFEN Es war der zweite Derbysieg der BG Dorsten beim BSV Wulfen in Folge und er hatte etwas von Normalität. Zu leicht fiel den Gästen am Ende der Erfolg, zu viele Fehler hatten sich die Gastgeber geleistet, und so hielten sich auch die Emotionen auf beiden Seiten deutlich mehr im Rahmen als in früheren Jahren.

Im Derby-Ringen mit Philipp Mazur (r.) und dem BSV Wulfen blieben Nino Janoschek (l.) und die BG Dorsten am Samstag obenauf. (Foto: Niehuis)

 
2. Bundesliga ProB Nord  BSV Wulfen - BG Dorsten
73:84 (39:39)

Die erste frühe Schrecksekunde hatten die Dorstener zu verkraften. Nach nur dreieinhalb Minuten musste Blake Poole verletzt vom Feld. Erste Befürchtungen deuten darauf hin, dass die Fußverletzung, die sich „Mr. Double Double“ im Sommer zugezogen hatte, wieder aufgebrochen ist. Doch der erzwungene Wechsel zeigte auch den wesentlichen Unterschied zwischen beiden Teams: Dorsten hatte Alternativen. Für Poole kam Gerrit Budde, der eine bärenstarke Partie ablieferte und mit seinen Rebounds und Blocks wesentlichen Anteil am Erfolg seines Teams haben sollte. Zusammen mit Nino Janoschek und Philipp Spettmann bildete er ein effektives Trio am Korb.

Wilkins` Kurzeinsatz
Auf den kleinen Positionen dasselbe Bild: Neben Chris Jones, der trotz seiner Schulterverletzung eindeutiger Chef und Organisator des Dorstener Spiels war, konnte BG-Trainer Torsten Schierenbeck fast nach Belieben wechseln. Nderim Pelaj, Gene Hagner, Christian Marquardt und John Cadmus hielten die Intensität des Gästespiels in der Verteidigung wie im Angriff jederzeit so hoch, dass der Einsatz von Neuzugang Dominik Wilkins fast überflüssig wurde. Was er kann, zeigte der Aufbauspieler aber in den sechs Minuten, die er zu Beginn des dritten Viertels auf dem Feld stand.
Während der BG-Motor also trotz des Ausfalls von Poole rund lief, hakte es im Wulfener Spiel beträchtlich. Dorstens taktische Marschroute, die beiden Amerikaner Antonio Houston und Anthony Young als offensive Hauptwaffen der Gastgeber an die Kette zu legen, ging über 40 Minuten auf. Vor allem Young blieb mit fünf Treffern bei 15 Versuchen aus dem Feld vieles schuldig.
Trainer Heimo Försters Versuch, mit Neuzugang Aaron Fleetwood mehr Durchschlagskraft ins Spiel zu bringen, ging ebenfalls schief. Der Amerikaner agierte unglücklich und verlor gleich mehrere Bälle. Für die Centerposition erschien er zudem physisch recht schwach.

Frühe Führung

So sah es in der Gesamtschulhalle schon früh nach einer klaren Angelegenheit für die favorisierten Dorstener aus. Über 8:6 (4.) und 15:8 (5.) setzte sich die BG bis auf 24:12 (8.) ab, ehe Wulfen sich bis zum Viertelende wieder auf 22:26 herankämpfte.
Das zweite Viertel folgte einem ähnlichen Muster. Wieder enteilte Dorsten bis auf 32:22 (12.), und wieder arbeitete Wulfen den Rückstand Punkt für Punkt ab. In die Halbzeitpause gingen beide Teams mit einem 39:39-Unentschieden. Alles stand wieder auf Null.
Der erste Korb der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern. Aaron Fleetwoods 41:39 sollte aber die letzte Wulfener Führung des Spiels bleiben. Bis zur 27. Minute blieb die Partie mit 48:52 noch ausgeglichen, doch dann zog Dorsten auf 64:53 davon. Die Vorentscheidung.

Nervenstarker Pelaj

Im Schlussviertel schnupperte Wulfen nur noch einmal kurz an der Wende. Anthony Young traf per Dreier zum 70:76, und es waren noch 2:02 Minuten zu spielen. Doch Nino Janoschek beantwortete den Wulfener Korberfolg mit seinen Punkten 13 und 14 und ein Ballgewinn von Chris Jones sicherte der BG unmittelbar danach erneut Ballbesitz. Wulfen suchte sein Heil nun in taktischen Fouls, doch an der Freiwurflinie zeigte Nderim Pelaj gute Nerven. Weitere Wulfener Ballverluste taten ein Übriges und eine Minute vor dem Ende war die Partie beim 84:70 für Dorsten entschieden.
„Der Sieg ist umso bedeutender, als wir früh auf Blake Poole verzichten mussten“, freute sich Torsten Schierenbeck im Interview nach dem Spiel und lobte sein Team für dessen taktische Disziplin: „Wir haben uns sehr gut an den Gameplan gehalten und Wulfens Amerikaner Young und Houston, die sonst für 43, 45 Punkte gut sind, diesmal unter 30 gehalten.“
Schierenbecks Wulfener Kollege Heimo Förster war dagegen schlecht auf sein Team zu sprechen: „Dorsten ist eine gute Mannschaft, die nicht zu Unrecht da oben steht. Aber wenn deren Top-Rebounder raus ist und wir daraus kein Kapital schlagen, muss man sich fragen, ob an der Einstellung alles stimmt und ob mancher hier an der richtigen Stelle steht.“
Zum Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz zum Abschluss der Hinrunde fand der BSV-Trainer ebenfalls deutliche Worte: „Acht verloren, drei gewonnen – das ist natürlich eine Katastrophe.“

BSV: Günther (9), Young (14/1), Penders, Berger (6/1), Mazur (7), David (o.E.), Schulze Pals (3/1), Bellscheidt (15/1), Fleetwood (4), Houston (15/3).

BG: Hagner (10), Jones (18/2), Pelaj (15/2), Knittel (o.E.), Cadmus (9/1), Budde (4), Janoschek (14), Poole (3/1), Marquardt (6/2), Spettmann (2), Wilkins (3/1).
 
 
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