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Opa und Enkel im Rampenlicht

Engelbert Sanders   Foto: Archivbild

Holsterhausen. Der Stadtsportverband Dorsten hat am Freitag das Lebenswerk von Engelbert Sanders mit dem „Ehrenpreis des Dorstener Sports“ gewürdigt. Sanders hatte in den 60er Jahren den Basketball in die Lippestadt gebracht und nachhaltig etabliert. Passend, dass am Freitag auch sein Enkel ausgezeichnet wurde. Moritz Sanders erhielt den Talent-Award. Der 14-Jährige gilt als eines der größten deutschen Basketballtalente.

Rückblende: Als zu Beginn der 1960er Jahre ein junger Lehrer, der optisch sehr viel Ähnlichkeit mit den US-Astronauten der Geminiraketen hatte, nach Dorsten kam, wurde hier Korbball, Brennball und Fußball gespielt. Basketball war unbekannt. Das änderte sich sehr bald, denn der Astronaut war kein Astronaut, sondern Engelbert Sanders und Lehrer an der Wilhelmsschule in Holsterhausen. Er hatte nicht nur eine frische Pädagogik im Gepäck, sondern auch einen roten Basketball. „Engelbert Sanders hat uns mit seinem Charisma unter die Körbe gelockt. Der war pure Energie und konnte begeistern“, erinnert sich Georg Gernoth, der damals mit Alois Buschmann und anderen Jugendlichen von Sanders mit dem Basketball infiziert wurde. Auch bei den damals 20-Jährigen kam Basketball gut an: ein rasanter Sport, ein lockeres Lebensgefühl irgendwo zwischen Kalifornien und Beach-Boys. Das war genau der sportliche Stoff, aus dem damals Dorstener Träume gemacht waren.

Engelbert Sanders kanalisierte diese Gefühle und schuf die Strukturen für einen Basketballverein unter dem Dach des BVH. Sanders war ein Visionär seines Sports, denn er brachte den Basketball in der Region ins Rollen: Als sich Ernst Kleinschmidt 1966 anschickte, den BSV Wulfen zu gründen, gab Sanders Tipps. Das hat er auch getan, als sich in Erle und in Rhade Basketball etablierte. Ein ganz besonderes Kapitel im Leben und Wirken des Basketballers Engelbert Sanders ist der Frauenbasketball. Der Ehrenpreisträger hat hier als Trainer und Funktionär Maßstäbe gesetzt und konnte mit Albert Stewing einen Sponsor gewinnen, mit dem es in die Höhen der Bundesliga ging. „Da haben wir einen Boom ausgelöst und Engelbert war der Frontmann“, sagt Bruno Kemper, der im Amt des Vorsitzenden der BG Dorsten der Nachfolger von Sanders ist. Bundesliga, Europapokal und ausverkaufte Hallen: Frauenbasketball schrieb ein Stück Dorstener Sportgeschichte. Engelbert Sanders kann auf ein Lebenswerk zurückblicken, aber ihm wird in diesen Tagen ein noch viel größeres Glück beschert: Sein Enkelsohn Moritz Sanders, Nachwuchs-Center der BG Dorsten, gibt im Rahmen eines Vorbereitungsturniers der U16-Nationalmannschaft sein Debüt im Nationaltrikot. Vom 30. Januar bis zum 8. Februar nimmt das 14-jährige Talent an einem internationalen Turnier für U16-Nationalteams in der Türkei teil. Diese Berufung ist kein Kreis der sich schließt, sondern ein Glied in der Kette, die Familie Sanders und den Basketball verbindet.

„Wenn jemand so viel Ehrungen verdient hat, dann ist das Engelbert Sanders. Die BG Dorsten ist froh, dass er ihr immer zur Seite steht“, sagt Bruno Kemper. Da dürfen auch Emotionen frei laufen.

 
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