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BG Dorsten unterliegt bei den BSW Sixers

Justin Eller im Zweikampf mit Sandersdorfs Tom Lipke.  Foto: René Fox

Sandersdorf. Die BG Dorsten hat das wichtige Auswärtsspiel bei den BSW Sixers in Sandersdorf verloren. Das Team von Torsten Schierenbeck lag am Samstag zwischenzeitlich mit 17 Punkten vorne, kämpfte dann aber lange gegen einen deutlichen Rückstand an und unterlag in einem packenden Finish mit 77:79.

Drei Sekunden vor der Schluss-Sirene, zwei Punkte in Rückstand: Nderim Pelaj hat den Ball, alles hängt jetzt von ihm ab. Bis dahin hatte Dorstens Flügelspieler viermal aus der Distanz geworfen und immer getroffen. Die Sekundenbruchteile zwischen Sieg und Niederlage dehnen sich zur Spielfilmlänge. Gebannte Blicke auf den Korb, Trainer Torsten Schierenbeck versucht dem fliegenden Ball das letzte Stück Körpereffet zu geben, Ersatzspieler und Zuschauer springen auf. Um Millimeter daneben! Die BG Dorsten unterliegt bei den BSW Sixers in Sandersdorf mit 77:79.

„Normalerweise mache ich den mit geschlossenen Augen. Das war ein ganz freier Wurf“, erklärte Nderim Pelaj nach dem Spiel. Der 23-Jährige konnte seine Enttäuschung nicht verbergen: „Mir tut es Leid um die Mannschaft. Geht der Ball rein, gewinnen wir.“ Vorwürfe machte ihm niemand. Im Gegenteil, denn „die Rolle des Spielentscheiders ist nicht die beliebteste. Jeder im Team ist froh, dass Nderim immer wieder die Verantwortung übernimmt“, so Schierenbeck. Oft genug schon hat Pelaj dem Spiel der BG Dorsten mit guten Würfen in letzter Sekunde die entscheidende Wendung gegeben. Diesmal aber nicht.

Das Spiel bei den BSW Sixers, der 2006 gegründeten Spielgemeinschaft Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen, hatte aus Dorstener Sicht vielversprechend begonnen. Nderim Pelaj verwandelte innerhalb von nur zwei Minuten gleich drei Dreier, die BG führte schnell mit 13:5. Im zweiten Spielabschnitt deutete sich eine vorzeitige Entscheidung an. John Cadmus hatte Dorstens Vorsprung mit einem Dreier auf 35:18 ausgebaut (14.). „Wir hatten die Sixers im Griff, ein oder zwei erfolgreiche Würfe und wir hätten den Gegner am Boden gehabt“, sagte Torsten Schierenbeck. Doch Dorstens Trainer wartete vergeblich auf den K.O.-Schlag. In den folgenden sechs Spielminuten kam Dorsten nur noch zu sechs Punkten, während der Gastgeber seine Lethargie ablegte und sich schließlich sogar in einen Rausch spielte. Dorstens Vorsprung schmolz zur Halbzeit auf vier Punkte: 42:38.

Den Holsterhausenern drohte das Spiel nach dem Seitenwechsel komplett aus den Händen zu gleiten. Sandersdorf erkämpfte sich die Führung, lag vor dem Schlussviertel mit neun Punkten vorn (64:55). „Wir hatten in dieser Phase zu viele Ballverluste, haben es dem Gegner viel zu einfach gemacht“, kommentierte Schierenbeck später. Entschieden war das Spiel aber noch nicht, denn die BG Dorsten kam in den letzten zehn Minuten noch einmal zurück.

Mit zwei schnellen Korberfolgen von Gene Hagner und Nino Janoschek kehrte der Glaube an den möglichen Sieg zurück (59:64). Fünf Minuten vor dem Ende verkürzte Pelaj mit seinem vierten Dreier auf 69:71. So dicht beieinander lagen die Teams auch in der Schlussminute. John Cadmus schnappte Sandersdorfs Jeremie Simmons 13 Sekunden vor dem Ende den Ball weg. Beim letzten Angriff war noch alles möglich: Verlängerung, Sieg oder Niederlage. Der Ball landete bei Justin Eller, der passte auf den völlig unbewachten Nderim Pelaj. Der Rest ist bekannt.

„Das wirft mich nicht zurück. Ich werde mich dieser Verantwortung immer wieder stellen“, so Pelaj. Dorstens Eigengewächs macht sich, seinen Mitspielern und den Fans der BG Dorsten Mut: „Wenn wir diese Leistung in den letzten Saisonspielen abliefern können, werden wir ganz sicher nicht in der Abstiegsrunde landen.“

Statistik
BSW Sixers - BG Dorsten  79:77 (38:42)

Sixers: Lipke (8 Punkte), McNeil (8), Simmons (18/1 Dreier), Diestelhorst, Haut (2), Schirmer (17/1), Ahnsehl (5), Gerwig (15), Stawowski (6). Dorsten: Hagner (8/1), Jones (16), Pelaj (12/4), Cadmus (15/3), Budde (8). Janoschek (7), Eller (11/1), Marquardt, Spettmann. Viertel: 16:21, 22:21, 26:13, 15:22.

 
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