Ihr Standort: HomeNewsArchivBG Dorsten zieht den BSV Wulfen in die Abstiegsrunde

BG Dorsten zieht den BSV Wulfen in die Abstiegsrunde

Gerrit Budde jubelt über Dorstens Sieg. BSV Wulfens Anthony Young verlässt enttäuscht das Spielfeld.   Foto: Felix Hoffmann

Holsterhausen. Dem BSV fehlten nur Bruchteile einer Sekunde zum Erreichen der Aufstiegsrunde. Fünf Minuten später sind die Wulfener so gut wie abgestiegen: brutale Wendung im Lokalderby. 1185 Zuschauer erlebten am Samstag ein Spiel zwischen BG Dorsten und BSV Wulfen, das es in der kommenden Saison nicht mehr geben wird. Denn dass beide Vereine die Abstiegsrunde überleben, ist nahezu ausgeschlossen.

Eine Sekunde stand noch auf der Uhr. 66:64 für den BSV Wulfen und der Drei-Punkte-Wurf von Dorstens Nderim Pelaj verfehlte das Ziel. Gerangel um den Ball, Wulfens Hendrik Bellscheidt gegen Dorstens Blake Poole, die Schlusssirene ertönt im Gleichklang mit einem Schiedsrichterpfiff. Foul! Zwei Freiwürfe für die BG Dorsten. Der BSV Wulfen steht im Achtelfinale der Aufstiegsrunde, wenn nur ein Wurf daneben geht. Doch Blake Poole hat stahlharte Nerven. Der US-Amerikaner versenkt beide Freiwürfe unter dem Gegröle von 1185 Zuschauern. Verlängerung.

Die fünfminütige Zugabe verläuft nicht weniger dramatisch. Und erneut ist Hendrik Bellscheidt die tragische Figur. Der Wulfener wirft in den letzten 30 Sekunden zwei Mal daneben, foult 12 Sekunden vor Schluss Christopher Jones. Die Freiwürfe bringen die BG Dorsten mit 75:74 in Front. Der letzte Versuch des BSV landet in den Armen von Blake Poole. Das Spiel ist Aus.

Fotostrecke: BG Dorsten siegt im Derby nach Verlängerung

Die BG Dorsten jubelt, Zuschauer stürmen das Spielfeld, werfen sich den Spielern um den Hals. Trainer Torsten Schierenbeck steht breitbeinig auf dem Spielfeld. Seine Miene wirkt versteinert. Schierenbeck jubelt laut- und bewegungslos mit hoch gerissenen Armen und geballten Fäusten. Zwischen hüpfenden und schreienden Dorstenern sind Wulfens Spieler ohnmächtig auf den Boden gesackt. Sie vergraben ihre verschwitzten Gesichter hinter weißen Löwen-Trikots. Auch Heimo Förster kämpft mit seinen Emotionen. Wulfens Trainer sagt: „Das war eine großartige Leistung meiner Mannschaft. Aber heute haben Kleinigkeiten entschieden. Ganz bitter.“

Mit jeder weiteren Sekunde, die in der Juliushalle verstreicht, wird die Gewissheit größer: Für den BSV Wulfen ist der schlimmste denkbare Fall eingetreten. Die Rot-Weißen sind im Vierkampf der Abstiegsrunde schwer benachteiligt (siehe „Prekäre Lage für den BSV“). Verantwortlich dafür ist der Spielmodus der Play-Downs, den die Vereine im Vorfeld der Saison beschlossen haben und über den Förster sagt: „Was jetzt auf uns zurollt, haben anscheinend Leute entschieden, die noch nie Sport gemacht haben. Das ist unsportlich, unfair!“ Dennoch verspricht Förster einen Kampf bis zur letzten Sekunde: „Ich kann jetzt noch nicht sagen, wie sehr das Erlebte meine Mannschaft mitnimmt, aber wir müssen weiter an unsere Chance glauben. Es gilt, da weiter zu machen, wo wir am Samstag aufgehört haben. Wir werden uns konzentriert und diszipliniert den Aufgaben stellen.“

Deutlich besser gestellt, aber noch lange nicht gut gelaunt ist Försters Kollege bei der BG Dorsten. Torsten Schierenbeck hatte auf Schützenhilfe von Meister Schwelm gehofft. Doch der patzte in Sandersdorf. Der hart erkämpfte Sieg gegen Wulfen brachte somit nicht den erhofften Einzug ins Achtelfinale der Play-Offs. „Wir haben noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt. Wir gehen die Sache mit dem Rückenwind aus dem Derby an“, so Schierenbeck.

Prekäre Lage für den BSV

Der BSV Wulfen und die BG Dorsten müssen gemeinsam in der Abstiegsrunde antreten. Und das sorgt beim BSV für eine denkbar schlechte Ausgangslage. Denn Hannover führt die Play-Down-Tabelle schon vor dem ersten von insgesamt sechs Spieltagen mit zehn Punkten an, dahinter liegen Eintracht Stahnsdorf und die BG Dorsten mit jeweils sechs Punkten gleichauf (Stahnsdorf vor Dorsten wegen des direkten Vergleichs). Abgeschlagen auf dem letzten Platz: der BSV Wulfen mit nur zwei Punkten. Um die Klasse zu halten müssen die Wulfener jetzt zwei Konkurrenten überholen. Was am Ende der Abstiegsrunde schwer wiegen könnte, sind die direkten Vergleiche mit Hannover und Dorsten. Die direkten Vergleiche der Ligarunde gelten nämlich auch in den Play-Downs.

Ausgangslage der Play-Downs

1. UBC Hannover (10 Punkte)
2. Eintracht Stahnsdorf (6)
3. BG Dorsten (6)
4. BSV Wulfen (2)

Spielplan der Play-Downs*

1. Spieltag
BSV Wulfen - Eintracht Stahnsdorf  16. März
BG Dorsten - UBC Hannover  16. März

2. Spieltag
BSV Wulfen - BG Dorsten  23. März
UBC Hannover - Eintracht Stahnsdorf  23. März

3. Spieltag
BSV Wulfen - UBC Hannover  30. März
BG Dorsten - Eintracht Stahnsdorf  30. März

4. Spieltag
UBC Hannover - BSV Wulfen  6. April
Eintracht Stahnsdorf - BG Dorsten  7. April

5. Spieltag
BG Dorsten - BSV Wulfen  13. April
Eintracht Stahnsdorf - UBC Hannover  14. April

6. Spieltag
Eintracht Stahnsdorf - BSV Wulfen  20. April
UBC Hannover - BG Dorsten  20. April

*Die ersten fünf Spieltage sind für Samstage terminiert. Vereine können sich auf andere Spieltermine einigen. Nur der 6. Spieltag ist verbindlich am 20. April. Eintracht Stahnsdorf und der BSV Wulfen haben am ersten Spieltag das Heimrecht getauscht.


 
Zum Anfang

Unsere Sponsoren

Facebook

Besuchen Sie uns auch auf

DBB

Um mehr über den Deutschen Basketball Bund zu erfahren, klicken Sie hier .....

WBV

Weitere Info's zum Westdeutschen Basketball Verband finden Sie hier .....

Regionaliga West

Alle weiteren Informationen zur 1.Regionalliga West finden Sie hier .....

Kreis Emscher-Lippe

Mehr über Basketball im Kreis Emscher-Lippe erfahren Sie hier .....