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Minis müssen zusammenhalten

Holsterhausen. Zehn Dorstener Grundschulen kämpften in der Juliushalle unter den Augen von Georg Kleine vom Westdeutschen Basketballverband mit Leib und Seele um den Titel der Mini-Basketballer.

Der kleine Ümit bringt seine „Feuervögel“ in Führung. 5:0 nach knapp acht Minuten, doch gleich vier Freiwürfe bringen den ersten Sieg ins Wanken und am Ende steht es schwarz auf weiß: 5:10 verloren. „Der kleine Schiri hat keine Ahnung vom Basketball“, beschwert sich die zwölfjährige Kristina vorlaut. Ihr Schulleiter Gerd Stollenwerk kann sich ein Lachen nicht verkneifen: „Ja, die Schiedsrichter pfeifen immer nur gegen Augusta, ja ja.“

Es ist Donnerstag-Vormittag. Die Gruppen-Namen der Grundschulmannschaften erinnern an eine Zirkusmanege und auch die Juliushalle gleicht einem Zirkuszelt. Die Löwen von der Pestalozzi-Grundschule sind diesmal nicht die Könige des Dschungels, sondern die aus Wulfen entlaufenden „Chinchillas“ erobern die Holsterhausener Juliushalle.

Die Grundschüler gingen am Donnerstag beim Mini-Turnier der Dorstener Grundschulen durch ein Wechselbad der Gefühle.

„Wir wollen die Kinder durch den Wettkampf binden. Ein Turnier stärkt den Zusammenhalt“, erklärt Georg Kleine vom Westdeutschen Basketballverband. Nachwuchstalent Jannik Knittel geht als Trainer mit den Pinguinen an den Start: „Ich habe leider nur Zweitklässler bei mir im Team. Da wird es schwer zu gewinnen.“ Kristina nimmt kein Blatt vor den Mund: „Gegen die Kleinen gewinnen wir locker.“ Recht hat sie. Nach dem 10:0-Sieg liegen sich die Mini-Basketballer in den Armen und diesmal gibt es auch keine Beschwerden über den Schiedsrichter. So lange die Feuervögel gewinnen, benehmen sie sich wie alte Hasen im Basketball-Zirkus, aber als es im Endspiel ernst wird, ist die Coolness verflogen.

Im Spiel um Platz fünf gegen die Tiger will so gar nichts funktionieren. Jeden Wurf, den Ümit auch nimmt, landet in den Händen des Gegners. „Ümit ist Dreh- und Angelpunkt unseres Spiels“, stellt sein Schulleiter und ehemaliger Sportlehrer Gerd Stollenwerk vor dem letzten Spiel fest. Doch Ümit verlassen zunehmend die Kräfte und er lässt seinem Frust freien Lauf. Nach einem Schrittfehler donnert er den Ball auf den Boden. Die logische Konsequenz: Ümit muss sich die letzten zwei Minuten der Niederlage von der Bank aus anschauen. Mit hochrotem Kopf und Tränchen in den Augen wirft sich Ümit auf die Matte.

„In solchen Situationen ist die Beziehung zwischen Trainern und Spielern enorm wichtig. Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Organisatorin Karin Kemper mitfühlend, die sich dabei an ihre eigenen Anfänge erinnert. Es ist 13 Uhr, das Turnier neigt sich dem Ende zu. Ümit hat sein Lachen wieder gefunden, die Enttäuschung über das verlorene Endspiel ist verdaut. Die Tore der Zirkusmanege schließen. Am Ende gehen alle Teilnehmer mit dem Gefühl nach Hause, etwas neues dazu gelernt zu haben. „Es ist schön zu sehen, wie die Kids besser werden und als Team funktionieren“, fasst Georg Kleine den erfolgreichen Basketball-Vormittag zusammen.

 
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