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BG Dorsten kämpft bis zum Schluss

Nderim Pelaj holt sich Trost bei seiner Familie.  Foto: Felix Hoffmann

Hannover. Um 21.07 Uhr hörte das Kämpferherz zu schlagen auf. Die Spieler der BG Dorsten sanken in sich zusammen. In ihren Gesichtern mischten sich Schweißperlen mit Tränen der Enttäuschung. Mehr als 100 mitgereiste Dorstener feierten ihre gefallenen Helden mit donnerndem Applaus, schenkten jedem einzelnen ein klein wenig Trost. Mit Umarmungen, einem Lachen, aufmunternden Worten. Der Samstag war niederschmetternd. Aber: Er endete mit einer Kampfansage.

Chris Jones humpelte Richtung Reservebank. Der US-Amerikaner verkörperte am Samstag die ganze Tragik einer verkorksten Saison. Jones hatte seinen Körper bis zur letzten Sekunde geschunden. Ein Muskelfaserriss im Oberschenkel hatte seinen Einsatz eigentlich ausgeschlossen. Er spielte trotzdem. Philipp Spettmann befreite seine gebrochene Nase von der schützenden Gesichtsmaske. Der junge Dorstener beendete die Spielzeit mit persönlichen Bestmarken. 16 Punkte und neun Rebounds dokumentierten Klasse und unbändigen Willen, gingen in die schmucklose Statistik eines traurigen Tages ein.

Kampf gegen die Tränen

Aus Torsten Schierenbeck wich die enorme Anspannung der letzten Wochen. Der Trainer kämpfte erfolglos gegen die Tränen, die schließlich an der Schulter von Bruno Kemper trockneten. Der Vorsitzende der BG Dorsten sprach zunächst kein Wort. Er rang selbst mit der eigenen Enttäuschung und dem Mitgefühl für seine Jungs. Kempers Sohn Bennet war eigens mit Freunden aus dem Schweden-Urlaub zum Spiel gereist, nahm nach der Partie auf der Ersatzbank Platz, um seinen Kumpel Gerrit Budde zu trösten. Daneben saßen mit Christian Marquardt und Philipp Spettmann zwei weitere junge Basketballer, die in den letzten Monaten eine enorme sportliche Entwicklung genommen haben. Sie alle erlebten hautnah wie bitter Abstieg schmeckt.

Mit ihnen litten mehr als 100 Fans der BG Dorsten. Sie lieferten im Anschluss an das Spiel ein klares Statement, das auch die gastgebenden Hannoveraner tief beeindruckte. Nderim Pelaj war einer der ersten, die unter Applaus und Anfeuerungen den Weg vom Spielfeld zu den Fans fanden. Das Bad in der Menge linderte nicht nur den Frust des Kapitäns.

Identifikation statt Vorwurf

Die traurige Szenerie war Beweis dafür, dass dem Verein trotz des Abstiegs nicht bange sein muss. Denn sie verkörperte ein vielleicht noch nie da gewesenes Zusammengehörigkeitsgefühl. Identifikation statt Vorwurf, Stolz statt Frustration. Und damit eine vielversprechende Basis für kommende Ziele.

„So merkwürdig sich das auch anhört, aber genau dafür arbeiten wir. Zu sehen, dass viele Menschen Anteil nehmen an Mannschaft und Verein“, erklärte Bruno Kemper. Der Vorsitzende war ebenfalls beeindruckt von der Solidarität und wertete das als Zeichen dafür, „dass wir in den letzten Monaten vieles richtig gemacht haben.“

Zu den Zielen nach dem Abstieg hatte sich Kemper schon vor einigen Wochen klar positioniert: „Direkter Wiederaufstieg.“ Ein Ziel, dem die Arbeit in den kommenden Wochen und Monaten gilt. Vorher aber will die BG Dorsten feiern. „Wir können jetzt nicht einfach so auseinander gehen“, erklärte Kemper am Sonntag. Am Freitag wird es an der Juliushalle ab 18.30 Uhr eine große Saisonabschlussfeier geben, zu der Mannschaft, Trainer, Mitglieder und Fans des Vereins eingeladen sind.

Erst dann wird der Basketball für einige Wochen ruhen. Zeit, in der die BG die Weichen für die Zukunft stellt. Und die sehen Kemper und Co. nicht in der Regionalliga.

 
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